17.10.2018
Zwischen gut und böse

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.

Lied:
Hilf, Herr meines Lebens (EG 419) Beispiel auf YouTube
    
Psalm:

Glücklich ist der Mensch,
der in dieser Weise lebt:

 

 

er folgt nicht dem Vorbild der Frevler
und er betritt nicht den Weg der Sünder.

Mit Leuten, die über andere lästern,
setzt er sich nicht an einen Tisch.

 

 

Er gleicht einem Baum,
der am Wasser gepflanzt ist

Seine Früchte trägt er zu seiner Zeit
Und seine Blätter welken nicht.

Psalm 1,1-3* (BasisBibel)

Bibelwort:     
„Lass dich nicht vom Bösen besiegen,
sondern besiege das Böse durch das Gute.“

Römer 12,21 (Basis-Bibel)

Auslegung:    

Wie sieht das Böse heute aus?
Gibt es das eigentlich überhaupt noch außerhalb von Science-Fiction und Fantasy-Rollenspielen?
Ist das vielleicht der größte Erfolg des Bösen,
dass wir es vergessen haben
oder als aufgeklärte Menschen meinen, sowas gibt es doch gar nicht?

Der Psalm stellt mir einen Menschen vor Augen,
der sich nicht mit denen an den Tisch setzt, der über andere lästert.
Und da habe ich doch wieder eine Idee, wie das Böse heute aussehen könnte.

Das Lästern hat eine neue Dimension angenommen.
Nicht mehr nur im stillen Kämmerlein und hinter dem Rücken,
sondern in aller Öffentlichkeit und im Internet für alle Welt zu sehen.
Ob Shitstorms oder Mobbing in den Sozialen Netzwerken,
ob Hatespeech oder von Menschen losgelassene Social Bots,
die wie ein Verstärker gute, aber auch böse Rede perfektionieren können.

Menschen werden öffentlich an den Pranger gestellt,
wer einmal richtig digital auf die Fresse bekommen hat,
um den wird es schnell einsam und der fragt nicht mehr,
ob die digitale Welt wirklich ist.
Der fragt nicht mehr, ob es das Böse heute noch gibt.

Es geschieht Tag für Tag
Und es fordert uns Tag für Tag heraus STOPP zu sagen.
Die Kette von Hass und digitaler Gewalt zu durchbrechen.

Einmal nachdenken, bevor ich like,
Einmal den Kopf einschalten, bevor ich etwas teile.
Einmal Luft holen und mir einen Kopf machen,
wo ich Tag für Tag ein Teil des Bösen bin.

Und dann handeln:
Die Kette von Hass und Gewalt durchbrechen.
Einmal am Tag einen positiven Beitrag posten und einen anderen Menschen loben.
Love Speech statt Hate speech.
Einmal das Böse mit Gutem besiegen.
Wie sich das wohl anfühlt?