Wort halten und Liebe üben

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone. 14. Oktober 2018.

Lied: Wohl denen, die da wandeln (EG 295)

 

Psalm:

Gott, von deinen Gesetzen bin ich nicht abgewichen.

Denn du selbst hast sie mir nahegebracht.

 

 

Deine Anweisungen machen mich einsichtig

Deshalb hasse ich auch jeden Weg der Lüge.

Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß

Und ein helles Licht auf meinem Lebensweg.

 

 

Ich habe großes Leid erfahren müssen.

Gott, ermutige mich durch dein Wort.

 

Psalm 109,102-107*

 

Bibelwort:

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert,

nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Micha 6,8 (Lutherbibel)

 

Auslegung:

Eigentlich ist die Sache klar:

„Es ist dir gesagt, Mensch ...“

Die Bibel und der Prophet Micha sind hier ganz klar.

Aussagesätze.

Klare Anweisungen.

Da kann es keine zwei Meinungen geben.

Endlich mal keine zwei Meinungen.

 

Aber, mal ehrlich:

Kann ich das eigentlich noch:

Mir einfach so die Meinung sagen lassen?

Klare Kante?

Ohne wenn und aber?

Ohne „vielleicht“ und „unter Umständen“?

Da regt sich sofort Widerstand in mir:

„Da muss man doch differenzieren“ und

„Das kann man so pauschal nicht sagen.“

Ja, ich habe meinen eigenen Kopf

Und den möchte ich auch im Glauben nicht ausschalten oder beim Pförtner abgeben.

 

Aber, der erste Schritt ist zunächst erst einmal zuhören, hinschauen, aufmerksam und offen sein.

Mir etwas sagen lassen bevor ich gleich wieder rede.

Einmal aufhorchen und sich dem aussetzen, dass Gott etwas mit mir vorhat.

 

Gottes Wort halten. Große Worte, die schnell zur Phrase werden.

Vielleicht genügt fürs Erste, sich ansprechen zu lassen.

Sich einmal die Nachdenklichkeit zu leisten.

Weniger ist mehr.

Für heute nur dieses eine Wort:

„Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“

 

Liebe üben

Das Schwere kann so einfach sein.

Die ernst gemeinte Frage: Wie geht es Dir?

Der Blick für die Nöte des anderen.

Gnade vor Recht ergehen lassen

Und nicht Recht haben müssen.

 

Demütig sein.

Das heißt für mich, Gott und auch mich selbst ernst nehmen.

Miteinander ringen statt toter Kadavergehorsam.

Anderen Menschen in Respekt begegnen, denn da kommt alles zusammen:

Wort halten und Liebe üben.

Es ist dir gesagt, Mensch ...