09.09.2018
Sorgenwerfen

Wir teilen eine Andacht zum Wochenspruch mit euch. Ihr könnt sie an passender Stelle in dieser Woche alleine oder als Gruppe lesen, singen, durchbeten und erleben.

Andacht zum 9. September 2018

 

Lied: EG 697 Meine Hoffnung und meine Freude (Hörbeispiel bei YouTube)

 

Psalm 127,1-2

Wenn der HERR nicht das Haus baut,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
        Wenn der HERR nicht die Stadtbehütet,
        so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
Und hernach lange sitzet
        und esset euer Brot mit Sorgen;
        Denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

 

Wochenspruch: 1 Petrus 5,7

Alle eure Sorgen werft auf ihn;
Denn er sorgt für euch.

 

Auslegung

Wenn das mal so einfach wäre.
Einfach die Sorgen auf jemanden anderen werfen.
Wie geht das überhaupt? Ich meine ganz händisch.
Wie bekomme ich meine Sorgen in den Griff um sie überzuwerfen?
Sorgen um die eigene Gesundheit.
Sorgen um einen Menschen, der mir am Herzen liegt.

Gar nicht so leicht, die eigenen Sorgen in den Griff zu bekommen.
Vielleicht beginnt es aber auch gar nicht mit den Händen.
Sondern mit dem Kopf.
Einmal klar in den Blick nehmen, was mir Sorgen bereitet.
Die Augen nicht verschließen vor dem, was mir schwer fällt.
So mancher Riese ist darüber schon ganz klein geworden.

Und dann einmal das große Ganze in den Blick nehmen.
Einmal den Blick weiten.
Einmal fragen, wer an meiner Seite steht.
Einmal fragen, wofür ich dankbar sein kann.

Und dann einmal den Blick von mir selbst weg heben und auf Jesus schauen.
Jesus sagt: Sorgt euch nicht um euer Leben.
Und dann kann der Blick ganz leicht werden.
Leicht genug, um einmal aufzuatmen und Kraft zu tanken.
Da durchbricht einer meine Einsamkeit und schenkt mir Luft zu atmen.

Sorge dich nicht, lebe!