Siehe, ich verkündige euch große Freude

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone. 24. Dezember 2018.

 

Lied:
O du fröhliche (EG 44,1-3)   > Liedtext zum Nachlesen   > Lied abspielen auf Youtube (aus der Schlosskirche Wittenberg)


Psalm:
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er ist seinem Volk zu Hilfe gekommen und hat es befreit.
     So hat Gott es von jeher angekündigt
     Durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Aber auch du, Kind,
wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden.
     Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen.
     Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe.
Es leuchtet denen, die im Dunkel und im Schatten des Todes leben.
Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Ein neutestamentlicher Psalm aus Lukas 1,68-79* (Basis-Bibel)    > Der ganze Psalm zum Nachlesen


Bibelwort:
„Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude,
die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren,
welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
Lukas 2,10-11* (Lutherbibel 2017)   > Bibelstelle zum Nachlesen

 

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lukas 2,10-11* (Lutherbibel 2017)   > Bibelstelle zum Nachlesen

 

Auslegung:
Weihnachten ist unscheinbar.
Weihnachten stellt unsere Welt auf den Kopf.
Gott kommt in die Welt.
Als ein Kindlein in der Krippe.

Gott kommt nicht als mächtiger Herrscher,
nicht mit einem mächtigen Heer,
nicht mit Pauken und Trompeten,
aber mit einem Chor von Engeln,
die zuerst den Hirten gesungen haben.

Von den Engeln hören wir, worum es Weihnachten geht:
Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude,
die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren,

Weihnachten ist das „Fürchte-Dich-Nicht-Fest“.
Fürchte dich nicht vor all der Gewalt in der Welt,
fürchte dich nicht vor all den Klängen von Weltuntergang,
vor den Propheten, die uns nichts Gutes verheißen.

Weihnachten ist ein Fest der Freude.
Gott kommt in die Welt und verändert diese Welt.
An Weihnachten
Da sind die Herzen schon ein bisschen weiter offen,
da öffnen Menschen die Hände
und geben gern für andere und für Brot für die Welt.
Darf man das eigentlich auch über Weihnachten hinaus?

Weihnachten ist ein Fest für alle,
eine große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
Wir haben nur noch wenige Dinge in unserer Gesellschaft,
die alle Menschen miteinander teilen.
Die Schere von arm und reich geht immer weiter auseinander,
Menschen aus verschiedenen Schichten begegnen sich immer seltener.
Aber Weihnachten feiern wir alle,
weil Gott für alle Menschen in die Welt gekommen ist.

Es gibt keinen Heiland für aufrechte Christen,
keinen Heiland für die Reichen und Schönen
und auch keinen Heiland nur für Deutsche.
Weihnachten heißt,
Gott kommt in die Welt.
Für alle Menschen.
Für mich und für Dich.
Gott will unsere Welt verändern.

Alles beginnt mit der Geburt eines kleinen Kindleins in einem Stall in Bethlehem.
Weihnachten ist unscheinbar.
Weihnachten stellt unsere Welt auf den Kopf.
Weihnachten ist das „Fürchte-Dich-nicht-Fest“.
Weihnachten ist Freude für alle.

 

Gebet:
Lebendiger Gott,
in einem kleinen Kind kommst du in die Welt.
In einer Krippe liegend,
zart und lieblich.

An Weihnachten stellst Du unsere Welt auf den Kopf,
die Armen werden reich
und die Schwachen werden mächtig.
Liebe ist stärker als der Egoismus dieser Welt
und Dein Friede überwindet alle Kriege und alle Gewalt.

Lebendiger Gott,
zieh in unsere Häuser und Herzen ein
und lass es Weihnachten werden.
Gib Frieden in diesen Tagen
Und schenke uns die Kraft und den Mut,
diese Welt schon heute ein kleines Stück gerechter und friedlicher zu machen.

Amen.