27.03.2019
Sich selbst nicht belügen

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Andacht 4. Fastenwoche

Sich selbst nicht belügen

 

Fastenbibelwort (2.Samuel 12, 1-7)

 

Und der HERR sandte Nathan zu David.

Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm:

Es waren zwei Männer in einer Stadt,

der eine reich, der andere arm.

Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;

aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein,

das er gekauft hatte.

Und er nährte es,

dass es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern.

Es aß von seinem Bissen

und trank aus seinem Becher

und schlief in seinem Schoß,

und er hielt's wie eine Tochter.

Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam,

brachte er's nicht über sich,

von seinen Schafen und Rindern zu nehmen,

um dem Gast etwas zuzurichten,

der zu ihm gekommen war.

Und er nahm das Schaf des armen Mannes

und richtete es dem Mann zu,

der zu ihm gekommen war.

Da geriet David in großen Zorn über den Mann

und sprach zu Nathan:

So wahr der HERR lebt:

Der Mann ist ein Kind des Todes,

der das getan hat!

Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen,

weil er das getan und sein eigenes geschont hat.

Da sprach Nathan zu David:

Du bist der Mann!

 

Auslegung

 

Mal ehrlich!

Augen auf und hingehört!

Du bist der Mann!

Ja, Du bist der, der hier Mist gemacht hat.

Der hier für das Unrecht verantwortlich ist.

 

Da ist David überführt.

Er hat sein eigenes Urteil gesprochen.

Über sich selbst und seine Taten.

Offenheit und Ehrlichkeit tut weh.

Was war geschehen:

David, der große Held der Bibel,

war schuldig geworden.

Er hatte einem anderen Mann das liebste genommen, dass der hatte.

David hat ihm seine Frau ausgespannt

Und dann zur Vertuschung den Mann umbringen lassen.

Üble Nummer.

So gar keine Heldengeschichte.

Eher zum Wegschauen.

Peinlich.

 

Aber nun legt der Prophet Nathan den Finger in die Wunde.

Erzählt ihm eine Geschichte.

Erzählt ihm seine Geschichte.

Mit einem Trick.

Und David geht dem Propheten in die Falle:

Skandal! schreit David.

Unrecht! Klagt er an,

und fordert Gerechtigkeit.

 

Und hat damit sein eigenes Urteil gefällt.

Kennst Du das?

 

Ja, Offenheit und Ehrlichkeit tut weh!

Aber es ist auch die einzige Chance für Veränderungen!

Jede Veränderung beginnt mit einer Einsicht und Erkenntnis.

Hier ist etwas schief gelaufen ...

Und ich habe meinen Anteil daran!

Hier bin ich schuldig geworden oder etwas schuldig geblieben.

 

Aber schmerzhafter als diese Einsicht ist nur ein blindes „Weiter so!“

 

 

Gebet

 

Lebendiger Gott,

vor Dir brauchen wir keine Masken,

vor dir müssen wir uns nicht verstellen.
Du kennst uns,

unsere Stärken und auch unsere Schwächen.

Wir bitten dich um Offenheit und Ehrlichkeit,

für uns selbst und für andere,

für unsere Welt und all die Herausforderungen,

vor denen wir stehen.