09.12.2018
Seht auf und erhebt eure Häupter

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.

 

Lied:
O Heiland, reiß die Himmel auf (EG 7)   > Liedtext zum Nachlesen   > Lied abspielen auf Youtube


Psalm:
Gott, wecke die Kraft, die du besitzt
Und komm uns zu Hilfe!
     Gott, lass uns wieder heimkehren!
     Lass dein Angesicht leuchten!
Gott, wie lange noch raucht dein Zorn
Gegen das Volk, das zu dir betet?
     Tränenreich sind die Krüge,
     die du ihnen zu trinken reichst.
Gott, der himmlischen Heere, kehre zurück!
Blicke vom Himmel herab und schau hin!

Psalm 80* (BasisBibel)   > Der ganze Psalm zum Nachlesen


Bibelwort:
„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“
Lukas 21,28 (Lutherbibel 2017)  > Bibelstelle zum Nachlesen


Auslegung:
„Unsere Zeit ist so aufregend,
dass man die Menschen eigentlich
nur noch mit Langeweile schockieren kann.“ (Samuel Beckett)

Oder mit Warten.
Im Advent wird das Warten großgeschrieben.
Warten darauf, dass wir endlich das 24. Kalendertürchen öffnen dürfen.
Warten darauf, dass Weihnachten wird.
Oder auch: Warten darauf, dass es endlich vorbeigeht.

Adventlich leben heißt, in Erwartung zu leben.
Adventlich leben heißt, die Hoffnung noch nicht aufzustecken,
dass sich diese Welt ändern wird.
Dass der Krieg ein Ende haben wird,
dass keiner in Armut leben muss,
dass die Liebe stärker ist als der Hass.

Im Advent sind wir gefragt:
Was ist deine Hoffnung?
In welcher Welt willst du leben?
Was sind deine Träume für dein Leben?

Und nur nicht klein denken.
Nur nicht schon wieder vernünftig sein und den Kopf einschalten:
Nur nicht schon wieder denken:
Aber ist das eigentlich realistisch?
Das sind doch nur Träume.
Und Träume sind Schäume.

Nein, einmal mit dem Herzen denken.
Einmal das erwarten, was andere nicht zu hoffen wagen.
Einmal den Blick heben:
Mir vom Leben etwas erwarten.
Mir vom Himmel die schönsten Sterne wünschen.
Mir einmal offen eingestehen, dass ich nicht wunschlos glücklich bin.

Einmal darauf vertrauen, dass Gott etwas vor hat mit dieser Welt.
Einmal das Gute vermuten
und durch Vertrauen diese Welt verändern.
Einmal das Unmögliche wagen,
die Hand ausstrecken
und Liebe wagen,
wo keiner es vermutet.

Und darauf warten und vertrauen,
dass Liebe ansteckend ist
und unsere Welt verändern kann.

Worauf wartest du noch?
Worauf wartest du noch?
Worauf wartest du noch?


Gebet:
Wunderbarer Gott,
im Advent kommst du uns nahe
und willst uns und unsere Welt verändern.

Allzu schnell geben wir uns mit unserer Welt zufrieden.
Das ist eben so:
All die Gewalt und der Hass in unserer Welt.
All die Armut unter uns Menschen.
All die Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit.

Gott wir bitten dich,
komm in unsere Welt,
verändere uns
und fange bei mir an.
Lass mich wieder hoffen,
lass mich neu nach meinen Träumen fragen
und lass mich aufsehen und aufrecht gehen.

Amen.