14.01.2020
Leben aus Gottes Geist

Andacht feiern mit der OnlineKirche im Januar 2020. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.  

Lied        Vater, unser Vater – Bist zu uns wie ein Vater (Link zu YouTube)  

Refrain:
Vater, unser Vater, alle Ehre deinem Namen. 
Vater, unser Vater, bis ans Ende der Zeiten… Amen.

Psalm        Ps 89    

Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich
und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für;
   denn ich sage: Auf ewig steht die Gnade fest;
   du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.
Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen
und deine Treue in der Gemeinde der Heiligen.
   Denn wer in den Wolken könnte dem HERRN gleichen
   und dem HERRN gleich sein unter den Himmlischen?
Du bist mein Vater,
mein Gott und der Hort meines Heils.

Bibeltext    Röm 8,1-5.9.14-15 (den ganzen Text gibt's hier)

1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
3 Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch,
4 damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.
5 Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.
9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!

Auslegung 

Mit dem Kind in uns ist es so eine Sache.

Die ganze Kindheit und Jugend wollten wir immer nur eins sein:
Endlich groß!
Endlich groß genug um lange aufzubleiben,
endlich groß genug um mit in Kino zu gehen,
endlich groß genug frei zu sein und dieses oder jenes zu tun.
Endlich niemand mehr, der uns reinredet.

Jetzt sind wir groß.
Und sehnen uns danach wieder klein zu sein.
Wir sehnen uns nach der unbeschwerten Kindheit,
wir sehnen uns nach einem einfachen und überschaubaren Leben,
wir sehnen uns nach der Geborgenheit.

Dabei sind und bleiben wir Kinder.
Wir sind und bleiben Kinder Gottes.

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Kinder Gottes.“
Der Geist Gottes macht uns zu Kindern Gottes.

Da können wir von unseren Kindern wieder lernen:
Zu leben aus dem kindlichen Vertrauen: es wird schon gut gehen.
Nicht immer alles in Zweifel ziehen, sondern einfach tun.
Nicht alles hinterfragen, ob der andere es jetzt auch gut mit mir meint,
sondern voll Vertrauen immer wieder die Hand ausstrecken.

Nicht müde werden,
sondern dem Wunder
leise, wie einem Vogel, die Hand hinhalten.
(Hilde Domin)

Gebet

Gott,
immer wieder denken wir, 
wir sind doch groß,
wir hätten unser Leben im Griff,
wer braucht schon Hilfe?
Aber immer wieder machen wir auch die Erfahrung,
wie klein wir doch sind:
kleingläubig,
kleingeistig,
kleinmenschlich!
Wir bitten dich: 
Komm uns als deinen Kindern zu Hilfe,
schenke uns immer wieder Vertrauen in dich
und mach uns frei als Kinder Gottes zu leben:
voll Glauben,
voller Geist
und voll als Mensch.
Amen.