Leben aus Dankbarkeit

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone. Erntedank zum 7. Oktober 2018.

Lied: Leben aus der Quelle (Durch Hohes und Tiefes EG Nr. 215)

Psalm

Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, wie groß bist du!

 

 

Du spannst den Himmel aus wie ein Zeltdach.
Aus den Wolken um deinen Palast
Lässt du Regen auf die Berge niedergehen.

Wind und Wetter, die du gemacht hast,
schenken der Erde ihre Fruchtbarkeit.

 

 

Für das Vieh lässt du saftiges Gras wachsen
Und Getreide für den Ackerbau des Menschen.

So wird Brot aus der Erde hervorgebracht
Und Wein, der das Menschenherz erfreut.

 

 

Wie zahlreich sind deine Werke, HERR.
In Weisheit hast du sie alle gemacht.

Mensch und Tier halten Ausschau nach dir.
Du gibst ihnen Nahrung zur richtigen Zeit.

 

 

Bibelwort:

Mensch und Tier halten Ausschau nach Dir.

Du gibst ihnen Nahrung zur richtigen Zeit.“

Psalm 145,15 (Übersetzung der Basisbibel)

 

Auslegung:

Das kleine Mädchen faltet vor dem Essen die Hände.

Sie hält kurz inne. Ein Moment Stille.

Jetzt spricht sie:

Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn,

drum dankt ihm, dankt,

und hofft auf ihn.“

Dann reichen sich alle am Tisch die Hände.

Der kurze Moment hat den Blick verändert.

Das Brot schmeckt nach Dankbarkeit.

 

In meinem Leben nehme ich vieles für selbstverständlich.

Die Gesundheit. Den Beruf. Den vollen Kühlschrank.

Manches bemerke ich erst, wenn es nicht mehr da ist.

Wenn ich Hunger habe.

Wenn ich arbeitslos werde.

Wenn ich krank bin.

 

Dann merke ich – im Rückblick – wie gut es mir damals ging.

Warum erkenne ich mein Glück nicht in dem Moment,

in dem ich jetzt lebe?

 

Das Erntedankfest lädt mich ein,

einmal inne zu halten.

Einen Moment stille zu sein.

Wahrzunehmen, wofür ich dankbar sein kann.

Und zu erkennen, was nicht in meinen Händen steht,

so sehr ich mich auch darum bemühe.

 

Die eigene Gesundheit.

Das Lebensglück.

Die Liebe.

 

Es ist wie beim Ernten:

Wir können und sollen unseren Teil dazu beitragen,

wir können unsere Felder bestellen und gießen.

Wir können düngen und rechtzeitig die Ernte einfahren.

Und doch haben wir die Ernte, haben wir unser Leben nicht in unserer Hand.

 

Wofür bin ich dankbar in meinem Leben?

Halten wir Ausschau nach Gott.

Halten wir die Herzen offen und dankbar.

Wer dankbar sein kann,

der kann auch zufrieden sein.

Wer ein Bewusstsein dafür hat,

was er selbst empfangen hat,

der kann auch großzügig sein und teilen.