26.10.2019
Heil werden bei Gott

Andacht feiern mit der OnlineKirche in der Woche ab dem 27.10.2019. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.

 

Lied   Da wohnt ein Sehnen tief in uns (hier ein Youtube-Video)

 

Refrain

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu
sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz –
sei da, sei uns nahe, Gott.

 

Refrain

2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht –
sei da, sei uns nahe, Gott.

 

Refrain


3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod –
sei da, sei uns nahe, Gott.

 

Refrain


4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich –
sei da, sei uns nahe, Gott.

 

 

Psalm 32

 

Alle Frommen sollen zu dir beten,

wenn sie in Bedrängnis geraten sind.

            Und wenn die Wellen hochschlagen,

wird sie das Wasser nicht erreichen.

Du, Gott, bist mein Schutz,

du nimmst mir meine Angst!

            Du umgibst mich mit Menschen,

die meine Rettung bejubeln.

 

Bibeltext   Johannesevangelium 5,1-9 (den ganzen Text gibt's hier)

 

Die Heilung am Teich Betesda

1 Bald darauf war wieder ein jüdisches Fest

und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.

2 Beim Schaftor in Jerusalem

gibt es ein Wasserbecken mit fünf Säulenhallen.

Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda genannt.

3 In den Hallen lagen viele Kranke,

Blinde, Gelähmte und Menschen mit verkrüppelten Gliedern.

5 Dort war auch ein Mann,

der seit 38 Jahren krank war.

6 Jesus sah ihn daliegen

und erkannte,

wie lange er schon so lag.

Deshalb fragte er ihn:

»Willst du gesund werden?«

7 Der Kranke antwortete ihm:

»Herr,

ich habe niemanden,

der mich ins Becken bringt,

wenn das Wasser in Bewegung gerät.

Während ich mich noch hinschleppe,

ist ein anderer schon hineingestiegen.«

8 Da sagte Jesus zu ihm:

»Steh auf,

nimm deine Matte

und geh!«

9 Sofort wurde der Mann gesund.

Er nahm seine Matte

und ging.

 

Auslegung

 

Die Frage von Jesus irritiert und geht unter die Haut:

„Willst du gesund werden?“

 

Willst du wirklich gesund werden?

Die Frage trifft den Gelähmten.

So viele Jahre schon hatte er dort am Brunnen gelegen.

Hatte sich eingerichtet in seiner Situation,

hatte gelernt mit seiner Krankheit zu leben.

 

Vielleicht konnte er hier und da sogar etwas abgewinnen.

Und seien es nur die paar Cent mehr hier und dort beim Betteln,

wenn die Leute sich bei seinem Anblick erbarmen ließen.

 

Und wir?

Wo haben wir uns vielleicht schon arrangiert mit unserer Situation,

mit den Krankheiten und Plagen unseres Lebens?

Wo halten wir die Situation aus ohne sie zu verändern.

Wo trifft mich diese Frage: Willst du gesund werden?

 

Der Gelähmte sagt:

Herr, ich habe niemanden, der mich ins Becken bringt,

wenn das Wasser in Bewegung gerät.

 

Und wir?

Wo suche ich mein Heil zuerst bei anderen

und was die für mich tun oder nicht tun?

Wo frage ich zuerst danach,

was andere für mich und mein Leben tun sollten?

 

Jesus sagte zu dem Gelähmten kurz und knapp:

„Steh auf, nimm deine Matte und geh!“

Und er nahm seine Matte und ging.

 

Der Gelähmte geht einfach los.

Eben war er noch gebunden:

„Wenn die anderen nicht ...“

Und dann ging er einfach los.

 

Vielleicht liegt das Wunder sogar weniger in der Heilung

als vielmehr in dem Vertrauen,

dass der Gelähmte in Jesus hat.

Und dieses Vertrauen verändert sein Leben.

Er selbst geht los.

 

Und so sagt Jesus heute auch zu uns:

„Steh auf, nimm deine Matte und geh!“

Mach dich frei von den Zwängen und Nöten,

die dich binden.

Hab Vertrauen!

Ich bin mit Dir!

Dann kannst du Heil werden.

Amen.

 

 

Gebet

 

Gott,

du weißt um die Ängste und Nöte,

die uns binden,

die uns in unserem Alltag gefangen nehmen.

Du weißt, wo wir Heilung brauchen.

Wir bitten dich um deinen Geist und die Kraft,

dass wir voll Vertrauen in unser Leben gehen

und heil werden an Leib und Seele. 

Amen.