01.06.2019
Gott, wo bist du?

Andacht feiern mit der OnlineKirche. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.

Psalm:          Psalm 27       

 

Der HERR ist mein Licht und mein Glück.

Vor wem sollte ich mich fürchten?

   Der HERR ist der Schutz meines Lebens.

   Vor wem sollte ich erschrecken?

Höre doch, HERR, mein lautes Rufen!

Hab Erbarmen mit mir und antworte mir!

   Ich dachte nach über dein Wort:

   »Ihr sollt mein Angesicht suchen

   Ja, dein Angesicht, HERR, will ich suchen!

Verbirg dein Angesicht nicht vor mir!

Du bist doch mein Beistand!

   Zeige mir, HERR, deinen Weg

   und führe mich geradlinig durchs Leben!

Was wäre mit mir geschehen,

wenn ich nicht fest darauf vertraut hätte:

   Ich werde die Güte des HERRN erfahren,

   solange ich im Land der Lebenden bin.

Darum hoffe auf den HERRN!

Sei stark und fasse neuen Mut!

Setze deine Hoffnung auf den HERRN!

 

                        Psalm 27* (BasisBibel, den ganzen Psalm gibt’s hier)

 

Bibelwort:    Johannesevangelium 16,5-15

 

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

5 Jetzt gehe ich zu dem,

der mich beauftragt hat.

Und keiner von euch fragt mich:

›Wo gehst du hin?‹

6 Im Gegenteil:

Ihr seid nur traurig,

weil ich euch das gesagt habe.

7 Doch ich sage euch die Wahrheit:

Es ist gut für euch,

wenn ich fortgehe.

Denn wenn ich nicht fortgehe,

kommt der Beistand nicht zu euch.

Aber wenn ich fortgehe,

werde ich ihn zu euch schicken.

8 Wenn dann der Beistand kommt,

wird er der Welt vor Augen führen,

was Schuld ist

und was Gerechtigkeit und Gericht –

9 Schuld:

dass sie nicht an mich glauben;

10 Gerechtigkeit:

dass ich zum Vater gehe,

wo ihr mich nicht mehr sehen könnt;

11 Gericht:

dass der Herrscher dieser Welt schon verurteilt ist.

12 Ich habe euch noch vieles zu sagen,

aber das würde euch jetzt überfordern.

13 Wenn dann der Beistand kommt,

wird er euch helfen,

die ganze Wahrheit zu verstehen.

Denn er ist der Geist der Wahrheit.

Was er sagt,

stammt nicht von ihm selbst.

Sondern er wird das weitersagen,

was er hört.

Und er wird euch ankündigen,

was dann geschehen wird.

14 Er wird meine Herrlichkeit sichtbar machen:

Denn was er euch verkündet,

empfängt er von mir.

15 Alles, was der Vater hat,

gehört auch mir.

Deshalb habe ich gesagt:

Was der Geist euch verkündet,

empfängt er von mir.«

 

 

Auslegung

 

Die Frage hat sich wohl jeder schon einmal gestellt:

Gott, wo bist Du?

Wohnst Du min einer Kirche?

Wo bist du in unserer Welt?

Wie sollen wir dich erkennen?

Woher wissen wir, dass Du uns hörst?

 

Nun, um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht!

Aber wir dürfen darauf vertrauen.

Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns hört.

Und dass wir nicht allein sind auf unserem Weg durchs Leben.

 

Das verspricht uns zumindest Jesus.

Wenn er nach Himmelfahrt nicht mehr bei uns ist,

dann will er uns einen Beistand, einen Tröster schicken.

Einen Geist der Wahrheit.

 

Nun, diesen Geist der Wahrheit brauchen wir in diesen Tagen ganz dringend.

Wo sich richtig und falsch aufzulösen scheinen,

wo wir nicht mehr recht wissen,

worauf wir uns verlassen können.

 

Gott will uns mit diesen Fragen nicht allein lassen.

Er schickt uns den Geist der Wahrheit,

der uns zum Widerspruch herausfordert,

der uns mutig macht, der uns Kraft und Zuversicht gibt.

 

Und wo findest Du Gott?

Das ist für jeden ganz verschieden.

Manche finden ihn in einer Kirche.

Andere finden Gott in der Natur.

Gott lässt sich nicht zwingen und festlegen.
 

Aber Gott spielt nicht Verstecken mit uns.

Er will sich finden lassen

und lädt uns ein auf seine Spuren in unserem Leben zu achten.

 

Gebet

 

Gott,

wir sind auf der Suche nach Dir.

Wir suchen Klarheit und Gewissheit in unserem Leben,

wir suchen Hoffnung und Zuversicht,

wir suchen nach Dir, Gott.

 

Wir bitten dich,

schenke uns offene Augen und Ohren um Dir zu begegnen.

Gib uns den Mut immer wieder neu in unserem Leben nach Dir zu fragen

Und behüte uns auf unseren Wegen.

Amen.