30.11.2019
1. Advent - Die Nacht ist vorgedrungen

Andacht feiern mit der OnlineKirche in der Woche vom 1. Advent 2019. Allein oder in Gemeinschaft, mit Hilfe des PC oder dem Smartphone.

Lied        Die Nacht ist vorgedrungen (hier geht’s zu einem Youtube-Video)

Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen
dem hellen Morgenstern.
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet 
auch deine Angst und Pein.

Dem alle Engel dienen,
wird nun ein Kind und Knecht.
Gott selber ist erschienen
zur Sühne für sein Recht.
Wer schuldig ist auf Erden,
verhüll nicht mehr sein Haupt.
Er soll errettet werden,
wenn er dem Kinde glaubt.

Die Nacht ist schon im Schwinden,
macht euch zum Stalle auf!
Ihr sollt das Heil dort finden,
das aller Zeiten Lauf
von Anfang an verkündet,
seit eure Schuld geschah.
Nun hat sich euch verbündet,
den Gott selbst ausersah.

Noch manche Nacht wird fallen
auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen
der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte,
hält euch kein Dunkel mehr.
Von Gottes Angesichte
kam euch die Rettung her.

Gott will im Dunkel wohnen
und hat es doch erhellt.
Als wollte er belohnen,
so richtet er die Welt.
Der sich den Erdkreis baute,
der lässt den Sünder nicht.
Wer hier dem Sohn vertraute,
kommt dort aus dem Gericht.

Psalm    

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehre einziehe!
    Wer ist der König der Ehre?
    Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehre einziehe!
    Wer ist der König der Ehre?
    Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre. SELA.

Bibelwort    Römerbrief 13,8-12

8 Bleibt niemandem etwas schuldig –
außer der Liebe,
denn die seid ihr einander immer schuldig!
Denn wer seinen Mitmenschen liebt,
hat das Gesetz schon erfüllt.
9 Dort steht:
»Du sollst die Ehe nicht brechen!
Du sollst nicht töten!
Du sollst nicht stehlen!
Du sollst nicht begehren!«
Diese und all die anderen Gebote
sind in dem einen Satz zusammengefasst:
»Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«
10 Wer liebt,
tut seinem Mitmenschen nichts Böses an.
Darum wird durch die Liebe
das ganze Gesetz erfüllt.
11 Ihr wisst doch,
dass jetzt die Stunde schlägt!
Es ist höchste Zeit für euch,
aus dem Schlaf aufzuwachen.
Denn unsere Rettung ist nahe –
näher als damals,
als wir zum Glauben kamen.
12 Die Nacht geht zu Ende,
der Tag bricht schon an.
Lasst uns alles ablegen,
was die Dunkelheit mit sich bringt.
Lasst uns stattdessen die Waffen anlegen,
die das Licht uns verleiht.

Gedanken zum Bibelwort

Im Advent bricht etwas neues an.
Die Welt wird neu.
Menschen sehen sich selbst und andere mit anderen Augen.
Ich besinne mich auf das, was wichtig ist in meinem Leben.

Da liegt ein Zauber in der Luft,
nicht nur auf den Weihnachtsmärkten.
Menschen nehmen sich Zeit für das, was ihnen wichtig ist.
Die Zeit und der Glühwein mit den Freunden.
Die Geschenke und die kleinen Aufmerksamkeiten, die sagen:
ich habe an dich gedacht. 
Du bist mir wichtig.
Die offenen Hände und die Großzügigkeit und Barmherzigkeit.
Im Advent bricht etwas neues an.

Gott kommt mitten in unsere Welt und verändert uns.
Da werden die Herzen weit.
Da öffnen sich die Sinne für die Liebe, für Gott.

Und so verändert sich die Nacht, in der wir manchmal leben.
Ein Licht scheint in der Finsternis,
ob in den Herzen oder in so manchen Stuben als Weihnachtsstern in den Stuben.

Im Advent kommt Gott,
kommt Hoffnung und Licht in unsere Welt
und sagt uns:
Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.

Gott will unsere Welt verändern.
Machen wir die Herzen weit.


Gebet

Gott,
im Advent bitten wir dich:
Komm in unsere Welt!
Komm und verändere uns.
Mache uns die Herzen weit,
rühr uns an mit Deiner Liebe.
Das wir uns verändern und durch uns sich auch die Welt verändert.
Amen.